Über das Studium

1. Warum an der Freien Hochschule studieren?

Du interessierst dich für Spiritualität – nicht als Flucht aus dem Alltag, sondern als Impulskraft, die dein Leben bereichern und die Welt positiv verändern kann?

Die Freie Hochschule für Spiritualität richtet sich an Menschen, die geistige Fragen ernsthaft erforschen und ihre Erkenntnisse praktisch umsetzen möchten. Im Mittelpunkt stehen nicht kurzfristige Erlebnisse oder Entspannungstechniken, sondern die bewusste Entwicklung von Fähigkeiten, Qualitäten und Ideen, die im persönlichen Leben, im Beruf und im gesellschaftlichen Miteinander wirksam werden können.

2. Voraussetzung zur Teilnahme

Um an der Freien Hochschule zu studieren musst du keiner bestimmten spirituelle Ausrichtung angehören. 

Wer Vorkenntnisse in Anthroposophie, in einer anderen Yogatradition oder sonstigen religiösen und spirituellen Strömungen hat, wird nicht dazu aufgefordert, seine bisherige Orientierung aufzugeben. Vielmehr soll das Studium dazu anregen, den jeweils gewählten Weg bewusster und tiefer zu verstehen. 

Als Voraussetzung für die Teilnahme an der Hochschule ist es sinnvoll zumindest ein Buch von Heinz Grill zu kennen. Zur Vorbereitung können folgende Bücher empfohlen werden: 

3. Der Wege der Individuation

Anders als an klassischen Hochschulen gibt es hier keinen starren Lehrplan, den alle gleichermaßen absolvieren müssen. Als studierende Person bestimmst du selbst die Intensität und die Zielsetzung deines Studiums. Heinz Grill beschreibt dieses Prinzip als Individuationsweg:

„Individuation bedeutet, dass sich der geistig Interessierte nach eigener Zielsetzung und im selbstbestimmten Maß mit einem geistigen Gut beschäftigt, sich zu diesem in Beziehung bringt und die errungenen Inhalte schließlich in einem selbstgewählten Fachgebiet zu einer weiteren Ausgestaltung bringt. Der Interessent setzt sich selbst Ziele, begibt sich auf einen Weg des Studiums und des Übens und überschaut und verantwortet seinen Weg auch Selbst.“    

4. Spiritualität wird Praxis

Ein wesentliches Merkmal der Hochschule ist die konsequente Verbindung von Spiritualität und Lebensgestaltung. Spiritualität entfaltet ihren Wert dann, wenn sie konkrete Auswirkungen hat: in der Arbeit, in Beziehungen, im sozialen Engagement oder anderenGestaltungsfeldern. Finden geistige Inhalte und Lebenspraxis zusammen, spricht man von Synthese.

So kann beispielsweise das Kochen durch eine vertiefte Fachkunde zur Kunst erhoben werden. Die Vorstellungsbildung spielt dabei die wesentliche Rolle, um die Harmonie der Gerichte zu fördern und sogenannte Ätherkräfte (Lebenskräfte) zu aktivieren.

Da geistige Inhalte einen universellen Charakter besitzen, können sie in den unterschiedlichsten Fach- und Lebensbereichen umgesetzt werden und ist nicht an bestimmte Tätigkeiten gebunden. Die folgende Aussage von Heinz Grill verdeutlicht, dass sich die Inhalte eines spirituellen Studiums mit jedem Fach- und Berufsfeld verbinden lassen:

„Die Vorstellung, dass man einen äußeren, mehr materiell orientierten Beruf in einen pädagogischen oder sozialen verwandeln müsste, lebt heute sehr weit verbreitet, aber sie kommt dem Thema der Spiritualität nicht wirklich näher. Es ist einerlei, ob jemand einen wirtschaftlichen, technischen oder einen sozial orientierten Beruf ausübt. In jedem Bereich können Gedanken und Inhalte, die aus dem spirituellen Studium erfolgen, zur direkten oder auch indirekten Entfaltung kommen.“

5. Gemeinsam forschen und lernen

Das Studium lebt vom aktiven Austausch zwischen Heinz Grill, den Referenten und den Studierenden.

Anstelle eines klassischen Unterrichts, bei dem Wissen lediglich vermittelt wird, wird ein gemeinsamer Forschungs- und Erkenntnisprozess gepflegt. Durch Übungen, Gespräche, Beobachtungen und die gemeinsame Arbeit an ausgewählten Themen werden Inhalte lebendig und erfahrbar.

Die Referenten begleiten und strukturieren diesen Prozess. Gleichzeitig bringen alle Studierenden ihre eigenen Fragen und Beiträge ein. So entsteht ein Gestaltungsprozess, in dem jeder sowohl Lernender als auch Lehrender ist.

Heinz Grill nimmt innerhalb des Studienbetriebs eine grundsätzlich andere Stellung ein als die Referenten und Studierenden. Während diese sich den geistigen Inhalten forschend annähern und um ein tieferes Verständnis bemühen, gründet Heinz Grill seine Vermittlung auf einer unmittelbaren Erkenntnis geistiger Zusammenhänge.

6. Studieren und Forschen als Beitrag für die Zukunft

Die Freie Hochschule versteht Spiritualität nicht als Rückzug aus der Welt, sondern als bewussten Beitrag zu ihrer Entwicklung.

Wer geistige Inhalte vertieft, Ideen entwickelt und sie praktisch verwirklicht, kann neue Perspektiven und Kulturimpulse fördern. So entsteht eine Spiritualität, die nicht nur das eigene Leben bereichert, sondern auch die Welt bewegt.