Am Rande der Künstlertage 2025 fand am Montag, den 29. ein kleines Konzert im Künstlerhaus von Lundo, mit dem Titel „Creiamo la pace“ statt.
Zusätzlich zum vollen Studientag hatten sich Musiker aus verschiedenen Ländern, die Werke mit ihrem Instrument vorbereitet hatten, abends getroffen und in kleinen Ensembles geprobt.
Innerhalb von nur drei Tagen Vorbereitungszeit entstanden so ein Programm und ein Plakat, wurde der Saal aufgestuhlt, ein Klavier in den Künstlersaal gebracht, der Raum eingeheizt und eine Übersetzerin ins Italienische gefunden.
Die Musiker vermittelten ihre Stücke mit ein/zwei Sätzen dem Publikum und brachten es in einen Zusammenhang zu einem der übergreifenden Themen der Künstlertage, der Dreigliederung. Ganz natürlich entstand so ein verbindender Charakter während des Konzertes, nicht nur zwischen den Musikern und dem Publikum, sondern auch zwischen den völlig unterschiedlichen Instrumenten und Musikstilen. Durch die ganz individuellen kurzen Wortbeiträge wurde auch die Vielseitigkeit der Dreigliederung klar deutlich.
Die Werke, die von den Musikern – drei Querflötistinnen, drei Pianisten, einem Organisten, einem Gitarristen und einigen Sängerinnen und Sängern – zu Gehör gebracht wurden, waren genauso vielseitig. Ein Friedensmantra, mit dem Text von Heinz Grill ertönte zu Beginn. Englische Lieder, Musik von Johann Sebastian Bach, ein Klavierstück von Harald Feller, das eine Uraufführung war, eine Vertonung von Steiners „Dem Stoff sich verschreiben“ mit der von Heinz Grill ergänzten vierten Zeile, zwei Opernarien und ein Duett aus Mozarts Zauberflöte folgten. Kurz vor Schluss ertönte eine Uraufführung von Stephan Wunderlich „Mann und Frau“ und Variationen zu „Freude schöner Götterfunken“ von Harald Feller. Den Abschluss bildete der Song „I am sailing“, bei dem das Publikum gerne mit einstimmte. Der Saal war bis auf den letzten Platz belegt. Nicht wenige mussten sogar während des gesamten etwas mehr als einstündigen Konzertes stehen.
Allen Beteiligten ist ein verbindendes, Frieden förderndes Konzert gelungen, zu dem Musiker und Publikum aus mindestens 10 Nationen zusammenkamen.
von Aline Roüast

