Das verbindende Element des Herzzentrums und die Entwicklung eines Selbstgefühles


Zusammenfassung zum Seminar Geistiges Schauen vom 11.-12. April 2026

Das Seminar begann offiziell am Samstag Morgen mit ca. 150 Teilnehmern auf der Berglichtung Naone auf ca. 1.000 müM. Schon im Vorhinein, am Freitag Abend, führte Heinz Grill das Wochenendseminar mit der Einführung des Begriffes des schöpferischen Aktes ein.

Das Seminar bestand aus vier Teilen:

1.) die vorbereitende Einführung am Freitag mit einer Übung zum Geistigen Schauen,
2.) die Fragestellung wie eine verstorbene Seele auf das Weltengeschehen und auch auf den Krieg blickt, am Samstag Morgen mit
3.) die Konsolidierung zum Herzchakra Samstag Nachmittag, was dann zielführend zur
4.) Konzentrationsübung am Sonntag Morgen und anschließendem Erschauen des Herzchakra als rundendem Abschluss führte.

Für den schöpferischen Akt muss nichts Neues erfunden werden, sondern das, was schon da ist, will erneut gedacht werden. Zum Beispiel nimmt ein Deutscher in Italien die italienische Atmosphäre auf und lässt diese auf sich wirken. Ebenso greift man in der Meditation einen Aspekt heraus und lässt diesen auf sich wirken. Im einfachsten Sinne ist auch die Wahl der Kleidung am Morgen ein schöpferischer Akt. Das Gegenteil ist das Sich-leer-machen. Lässt man sich hingegen auf ein Thema ein, geht man auf etwas zu, wie zum Beispiel auf das Thema „Gesunder Rücken“, dann beginnt der schöpferische Akt.

Am Samstag begann das Seminar mit dem Zitat:

Der Christus arbeitet sich immer mehr in die Seele hinein, während sich das Karma immer mehr zur Auflösung nach außen hin arbeitet.“

Wir richteten einen Blickwinkel auf die Welt und auf die vorherrschende Kriegssituation im Iran. Kurz wurde der Zusammenhang der Örtlichkeit mit der amerikanischen Weltmacht beleuchtet. Ursachen für den Krieg werden oftmals materiell erklärt – „Das Öl“, heißt es. Das Öl als Materie ist aber niemals der Grund für den Krieg. Es war eine rege Beteiligung bei dieser Konsolidierungsphase. Die Frage nach der wirklichen Ursache blieb jedoch noch offen. Erweiternd führte Heinz Grill die Frage hinein:

Wie blickt eine Seele, die schon etwas entwickelt hat, aus dem Nachtodlichen auf den Krieg?“

In dem Moment, wo Heinz Grill diese Frage stellte, wurde es leise im Raum und in den Menschenherzen. Er betonte es noch einmal, dieses Leise-Werden, und ich fragte mich, ob dies ein Selbstgefühl ist, ein Zeichen dafür, dass der Christus sich in die Seele des Menschen hineinarbeitet?

Während der sich anschließenden Konzentrationseinheit gab es viele Antworten, meist aus einem noch mehr menschlichen Ansatz heraus. Die Seele würde leiden, wenn sie auf das Kriegstreiben schaut, wurde zum Beispiel gesagt. Heinz Grill schüttelte verneinend den Kopf und erläuterte, dass die Seele im Nachtodlichen nicht leide und sich überhaupt nicht für den Krieg interessiere. Die Seele im Nachtodlichen möchte sich verbinden. Es interessiert die Seele deswegen, wenn der Mensch von universalen Gedanken ausgehend sich konkreten Inhalten zuwendet und diese im Leben verwirklicht. Denn wenn der Mensch sich der Entwicklung von Idealen hinwendet, wirkt dies anziehend und es entsteht Verbindung.

Am Samstag Nachmittag sammelten wir wesentliche Aspekte zum Herzzentrum, wie beispielsweise eine begonnene Sache rund abzuschließen, zwischen zwei Polaritäten (oben – unten, außen – innen) auszugleichen. Heinz Grill griff den Aspekt der Logik heraus und wir entdeckten, dass Logik wesentlich mehr bedeutet, als nur das folgerichtige Aneinanderreihen von Schlussfolgerungen. Wenn am Anfang ein universaler Gedanke steht, an den sich logische Gedankengänge anschließen, existiert die Logik. Es ist jedoch nicht logisch, die Dinge von materiellen Tatsachen ausgehend zu erklären. Die Aussage z.B., dass ein Mensch durch einen Virus erkrankt ist, ist unlogisch, denn die Krankheit kommt nicht durch die materielle Erscheinung des Virus. Die Krankheit ist nur die sichtbare äußere Ebene. (Anm. d. Verf.: wäre der Virus die Ursache der Krankheit, würde jeder Mensch an diesem Virus erkranken. Dem ist aber nicht so.)

Am Sonntag hielt Ludwig Meindl einen Vortrag über Atlantis und Ägypten und wie diese Zeiten den Menschen bis in die heutige Zeit prägen. So wurde in der ägyptischen Hochkultur die Logik entwickelt, die jedoch im Laufe der Zeit durch rein materialistisch Denkprozesse verhärtete. Mit dem folgenden Christusereignis wurde ein Impuls gesetzt, durch den ein ganz neuer Ansatz gefunden werden konnte. Es zog zum erstem mal der Christus in die Seele ein. Die Logik wurde auf eine Stufe angehoben – und zwar in dem Sinne, wie es Heinz Grill ausführte, dass ein universaler Gedanke in der Welt zur Umsetzung kommt.

Danach praktizierten wir die Konzentrationsübung lange und inniglich. Heinz Grill war das Objekt des Studiums. Wir betrachteten ihn und die Region seines Herzens und wendeten dann aber auch den Blick ab, um das Gesehene als Bild eigenständig wieder aufzubauen. Die daraus entstandenen Eindrücke beschrieben Wesentliches zum Herzchakra. Das Herzchakra von Heinz Grill ist weit, aber im gleichen Moment zentriert es sich in silbernen Linien, ähnlich wie Speichen am Rad eines Fahrrades. Heinz Grill war es ein sehr wichtiges Anliegen, die Eindrücke aus dem eigenständig aufgebauten Bild heraus zu schildern. Das Herzchakra ist nicht statisch, es ist in Beziehung zum Umfeld und unterliegt vielen Veränderungen. Im Verlaufe der Übung änderten sich die zentrierenden silbernen Strömungen in bläuliche, was typisch für das Herzchakra ist.

Die Fragestellung nach den nachtodlichen Welten hat ein erstes Selbstgefühl eröffnet und das konzentrierte Üben zum Geistigen Schauen hat zu weiteren Erkenntnissen und empatischen Wahrnehmungen geführt, die letztendlich nicht nur für die Teilnehmer, sondern auch für Heinz Grill aufbauend waren. Es ist eine wahrnehmende, mitfühlende Verbindung untereinander (Anm. d. Verf.: vielleicht auch zu den Seelen im Nachtodlichen) entstanden, das Gegenteil von Spaltung und Krieg. Durch diese Vorgehensweise wie sie im ganzen Seminar geschehen ist, kann sich der Chrsitus in die menschliche Seele hineinarbeiten, Karma löst sich auf, beziehungsweise arbeitet sich hinaus.